Kein Vorfahrtsrecht im Reißverschlussverfahren.

Das sogenannte „Reißverschlussverfahren“ ist in § 7 Abs. 4 StVO geregelt.

Nach einer Entscheidung des Kammergerichtes ist diese Vorschrift so zu verstehen, dass das Fahrzeug auf dem weiterführenden Fahrstreifen grundsätzlich Vorfahrt vor dem Fahrzeug auf dem endenden oder blockierten Fahrstreifen hat. Es besteht also kein Anspruch des Einfädelnden darauf, in den weiterführenden Fahrstreifen hineingelassen zu werden.

Hinsichtlich der Vorfahrt gilt nur dann etwas anderes, wenn das Fahrzeug auf dem weiterführenden Fahrstreifen noch so weit entfernt ist, dass das Fahrzeug auf dem blockierten Fahrstreifen gefahrlos auf den weiterführenden Fahrstreifen wechseln kann.