Der Europäische Gerichtshof hat in einer Entscheidung vom 31.01.2013 entschieden, dass bei Naturkatastrophen und daraus resultierenden Flugverzögerungen die Fluggesellschaft verpflichtet ist, Betreuungsleistungen (Hotelunterkunft, Mahlzeiten etc.) entsprechend den Vorgaben des Artikels 9 der Verordnung 261/2004 zu erbringen. Diese Betreuungsleistung seien weder zeitlich noch finanziell begrenzt. Sofern die Fluggesellschaft die Betreuungsleistung nicht erbringt, steht dem Fluggast ein Schadensersatzanspruch auf Erstattung der notwendigen, angemessenen und zumutbaren Aufwendungen zur Kompensation des Ausfalls der Betreuungsleistungen zu. Dabei obliege es den nationalen Gerichten festzustellen, welche Aufwendungen angemessen und zumutbar sind.