Kein Schmerzensgeld bei Schockschaden wegen Überfahren eines Tieres

Der BGH hat einem Hundebesitzer, welcher aufgrund des Miterlebens eines tödlichen Unfall seines Hundes einen Schockschaden erlitt, ein Schmerzensgeldanspruch versagt mit dem Hinweis, dass die Rechtsprechung zu Schmerzensgeldansprüchen bei Schockschäden aufgrund Verletzung oder Tötung von Angehörigen nicht auf das Miterleben der Verletzung oder Tötung von Tieren anwendbar sei. Das Gericht wies daraufhin, dass psychische Beeinträchtigungen des Hundebesitzers aufgrund der Verletzung oder Tötung seines Tieres, mögen sie auch als schwerwiegend empfunden werden und menschlich noch so verständlich erscheinen, zum allgemeinem Lebensrisiko gehören, und keinen Schmerzensgeldanspruch begründen.