Unter bestimmten Umständen kann eine Fahrtenbuchauflage unberechtigt sein.

Der Mitarbeiter einer Firma hatte mit einem Dienstfahrzeug eine Geschwindigkeitsüberschreitung begangen. Da die Identität des Fahrers im Rahmen des Ermittlungsverfahrens nicht mehr festgestellt werden konnte, erteilte die Verwaltungsbehörde der Firma die Auflage, für den gesamten Fuhrpark in Deutschland (insg. 93 Fahrzeuge) ein Fahrtenbuch zu führen. Hiergegen wendete sich die Firma und bekam vor dem Verwaltungsgericht Mainz Recht. Das Gericht entschied, dass die Auflage unverhältnismäßig ist. So sei bei einem derart großen Betrieb und einer nur geringen Anzahl von Verkehrsdelikten eine solche Auflage nicht gerechtfertigt.