Ein Verstoß gegen das Alkoholverbot für Fahranfänger liegt bereits ab 0,15 Promille vor.

Nach der neuen Vorschrift des § 24 c Abs. 1 StVG handelt derjenige Verkehrsteilnehmer ordnungswidrig, der während der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht.

Erstmalig hat sich nunmehr ein Obergericht mit der Frage beschäftigt, wann der jeweilige Fahrzeugführer „unter der Wirkung von Alkohol“ steht. Das OLG Stuttgart ist in seinem Beschluss vom 18.03.2013 (Aktenzeichen 1 Ss 661/12) zu dem Ergebnis gelangt, dass bereits ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,15 Promille diese Voraussetzung erfüllt ist. Wenn also ein Fahranfänger oder ein Fahrzeugführer, der noch nicht 21 Jahre alt ist, mit einer Blutalkoholkonzentration von mehr als 0,15 Promille im Straßenverkehr angetroffen wird, so wird er zu einer Geldbuße von 250,00 € verurteilt. Außerdem erhält er zwei Punkte in Flensburg.