Tritt bei einer Flugpauschalreise auf dem Hin- oder Rückflug eine erhebliche Verspätung (mehr als drei Stunden) ein, so stellt sich für den Reisenden häufig die Frage, inwieweit ihm wegen der Beeinträchtigung der Pauschalreise aufgrund der Flugverspätung Ansprüche gegen den Reiseveranstalter und die Fluggesellschaft zustehen.

Macht der Pauschalreisekunde Reisepreisminderungsansprüche wegen Flugverspätung gegen den Reiseveranstalter geltend, so bemisst sich der Reisepreisminderungsanspruch nach der Frankfurter Tabelle zur Reisepreisminderung.

Macht der Pauschalreisekunde wegen der Flugverspätung Ansprüche gegen die ausführende Fluggesellschaft geltend, so bemisst sich sein Ausgleichsanspruch nach Artikel 7 der Fluggastrechte-VO.

Der BGH hat mit Urteil vom 30.09.2014 entschieden, dass bereits von der Fluggesellschaft gegenüber dem Fluggast erbrachte Ausgleichszahlungen auf Reisepreisminderungsansprüche des Fluggastes gegenüber dem Reiseveranstalter anzurechnen sind.

Achtung: Höchstrichterlich noch nicht entschieden ist der umgekehrte Fall!