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Wer mit seinem Fahrzeug die Haltelinie an einer Ampel überquert, obwohl diese bereits länger als eine Sekunde rotes Licht anzeigt, erhält in der Regel von Fahrverbot von einem Monat und eine Geldbuße. Wie das Kammergericht im Februar diesen Jahres jedoch entschieden hat, ist die Anordnung eines Fahrverbotes unangemessen, wenn der Fahrzeugführer zunächst ordnungsgemäß an der Ampel bei rotem Licht angehalten hat und dann nach längerer Wartezeit trotz nach wie vor roten Ampellichtes in die Kreuzung einfährt, weil er z.B. die Ampelanlage verwechselt hat. Falls in dieser konkreten Situation dann keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden, kann von der Anordnung des Fahrverbotes Abstand genommen werden. Demzufolge reicht dann die Verhängung der Geldbuße aus.

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Autor: Rechtsanwalt Christian Schmale
Fachanwalt für Verkehrsrecht