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Wann darf von einem Privatparkplatz abgeschleppt werden?
In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen Fahrzeuge von privaten Parkplätzen, z.B. Supermarkt- oder Baumarktparkplätzen, abgeschleppt und die dadurch entstandenen Kos-ten durch die Grundstückseigentümer vom Halter verlangt werden.

Grundsätzlich ist dies zulässig, weil derjenige, der rechtswidrig auf einem Privatparkplatz parkt, z.B. indem er die erlaubte Parkzeit überschreitet, keine vorgeschriebene Parkscheibe sichtbar im Fahrzeug ausgelegt hat oder in einem bestehenden Halteverbot parkt, eine sogenannte Besitzstörung gegenüber dem Grundstückseigentümer begeht und sich daher diesem gegenüber schadensersatzpflichtig macht.

Allerdings muss der Grundstückseigentümer vor Beauftragung eines Abschleppunter-nehmens zuerst versuchen, den Halter oder Fahrer des betreffenden Fahrzeuges ausfindig zu machen. Dies gilt vor allem, wenn nur ein oder zwei Orte in Frage kommen, an denen sich der Halter oder Fahrer aufhalten kann.

Tut der Grundstückseigentümer dies nicht, obwohl es ihm zumutbar war, können die Abschleppkosten zurückverlangt werden. Dies haben bereits mehrere Amtsgerichte so entschieden.