Grundsätzlich ist derjenige, der einen Verkehrsunfall verursacht und der Geschädigte nicht vor Ort ist verpflichtet, den Geschädigten zu informieren. Gelingt dies z. B. nicht, weil der Halter bzw. der Geschädigte nicht ausfindig gemacht werden kann, so ist man verpflichtet eine angemessene Zeit zu warten. Hier gelten im innerstädtischen Bereich sicherlich andere Wartezeiten als außerorts. Wenn allerdings niemand erscheint, den Unfallschaden aufzunehmen, ist man verpflichtet, nachträglich die Polizei zu informieren und zwar auf dem direkten Wege. Meldet man einen Verkehrsunfall verspätet oder gar nicht, so liegt Unfallflucht vor. Hier ist eine Rechtsberatung bei einem erhobenen Vorwurf unerlässlich, denn es droht der Verlust des Führerscheins.