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Haftung eines Lkw für Frontscheibenschaden durch Steinschlag

Wird ein Stein nachweislich infolge der Fahrt des vorausfahrenden Fahrzeuges in Bewegung gesetzt und schädigt dieser das nachfolgende Fahrzeug, so greift grundsätzlich die Gefährdungshaftung des vorausfahrenden Fahrzeuges.

Es obliegt dann dem Vorausfahrenden nachzuweisen, dass für ihn ein unabwendbares Ereignis vorgelegen hat. Der Vorausfahrende hat somit die Darlegungs- und Beweislast, dass der Stein von den Rädern seines Fahrzeuges aufgewirbelt wurde. Der Vorausfahrende hat ggf. durch Einholung eines Sachverständigengutachtens den Nachweis zu führen, dass aufgrund der Art des Schadensbildes der Schadenseintritt nur durch ein von der Straße aufgewirbelten Stein entstanden sein kann. Sofern ein Sachverständiger hierzu keine zweifelsfreien Feststellungen treffen kann, liegt kein unabwendbares Ereignis vor mit der Folge, dass es bei der Haftung des Vorausfahrenden verbleibt.